Tierärztliche Gemeinschaftspraxis
U. Keller-Stenger & Dr. med. vet. L. Bieringer

Bretzfelder Str. 5      74626 Bretzfeld-Adolzfurt
Tel.: 07946 - 94 00 49

Zahnpflege bei Hund und Katze

Auch bei unseren Hunden und Katzen ist Mundhygiene genauso wichtig für die Zahngesundheit wie bei uns Menschen. Bei der Nahrungsaufnahme bilden sich Zahnbeläge, die aus Speichel, Nahrungsresten und Keimen bestehen. Bei fehlender Reinigung bildet sich daraus die Zahn-Plaque. Durch Einlagerung von Kalksalzen entsteht daraus der übelriechende Zahnstein, welcher auf das Zahnfleisch drückt und dadurch Zahnfleischentzündungen verursacht. Diese Infektionen sind häufig mit bakteriellen Erregern verbunden, die in die Blutbahn eindringen und somit im gesamten Organismus verstreut werden. Am Ende kommt es zu Zahnfleischschwund und einer Schädigung des Zahnhalteapparates, welche den Verlust des Zahnes zur Folge haben kann.

Faktoren, die zur Entwicklung von Zahnproblemen beitragen können

  • Unzureichende Mundhygiene:
    Ohne vorbeugende Maßnahmen können sich Plaque und im weiteren Verlauf Zahnstein ansammeln
  • Rasse:
    Viele Kleinhund-Rassen haben durch die Kleinzüchtung übermäßig engstehende oder falsch angeordnete Zähne. Dadurch sind sie anfälliger für die Plaque-Bildung, da der Speichel nicht in die Zahnzwischenräume gelangt.
  • Futter:
    Durch fehlendes Kauen bei Nassfutter-Gabe wird der Speichelfluss vermindert und durch fehlendes Beißen auf etwas Hartem erfolgt keine mechanische Reinigung.
  • Alter:
    Zahnerkrankungen treten häufiger bei älteren Tieren auf.

Vorbeugende Maßnahmen zur Verminderung der Zahnsteinbildung

  • Die optimale Maßnahme ist das tägliche Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste und einer speziellen Zahncreme. Es gibt verschiedene Formen von Zahnbürsten, z.B. mit abgewinkeltem Griff, mit doppelten Kopf oder zum über den Finger stülpen. Eine weiche Kinderzahnbürste erfüllt aber ebenfalls den Zweck. Die Zahncreme kann aber auch mit einem um den Finger gewickelten Läppchen aufgetragen werden. Welche Technik sich am Besten bei Ihrem Tier anwenden lässt, hängt von Ihnen und der Mitarbeit des Tieres ab. Wie beim Menschen auch, sollte vom Zahnfleischrand weg in kreisenden Bewegungen geputzt werden. Die spezielle Tierzahncreme darf ruhig abgeschluckt werden, sie ist entweder geschmacksneutral oder mit Fleisch-Geschmack versehen. Aber auch ohne Zahncreme können Sie das Gebiss Ihres Tieres effektiv reinigen. Wir beraten Sie gerne über das richtige Werkzeug und die richtige Technik.
  • Knochen, Büffelhautknochen, Kauknochen oder spezielle mit zahnreinigenden Enzymen getränkte Kaustrips fördern die mechanische Reinigung der Zähne und können eine vorschnelle Neubildung von Zahnstein verhindern.
  • Ebenfalls zur mechanischen Reinigung dienen "Zahnputzfutter". Das sind Trockenfutterzubereitungen, die beim Durchbeißen die Plaque von den Zähnen schiebt. Die Fasern der extra großen Pellets brechen erst, wenn der Zahn ganz ins Innere des Pellet eingedrungen ist. Sie können als Alleinfuttermittel oder als Teil der täglichen Futtermenge gegeben werden.

Entfernung von Zahnstein

Bei jeder Untersuchung wird routinemäßig das Gebiss kontrolliert. Bei Anzeichen von vorhandenen Zahnerkrankungen entscheidet die Tierärztin nach eingehender Untersuchung, ob bei Ihrem Tier eine routinemäßige Säuberung der Zähne oder ein chirurgisches Vorgehen angebracht ist. Wenn keine speziellen Probleme vorliegen, werden wir die Zähne Ihres Tieres mit Ultraschall reinigen und anschließend polieren - genau wie es Ihr Zahnarzt vornehmen würde. Dazu ist in der Regel eine Vollnarkose erforderlich. Im Anschluss an diese Behandlung kann eine gute Gesundheit der Maulhöhle durch oben beschriebene Maßnahmen erhalten werden.

Für weitere Fragen zur Mundhygiene Ihres Tieres stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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